Pamplona - die Stierjagd als Touristenmagnet
Hört man von der spanischen Stadt Pamplona, verbindet man mit ihr nur die bekannte Tierjagd, die jedes Jahr wie ein Volksfest in den engen Straßen und Gassen der Ortschaft stattfindet. Todesmutig rennen vorwiegend Männer durch die Straßen und werden von Stieren gehetzt - wer zu langsam ist, muss damit rechnen, auf die Hörner genommen zu werden. Jedes Jahr geben sich Tausende diesem spektakulären Wettlauf hin, der nicht selten blutig oder sogar mit dem Tod, dem der Menschen, endet - die Stiere sterben ohnehin in der Arena.
In Pamplona werden an acht Tagen jeweils sechs Kampfstiere und einige zahle Leitochsen durch die Altstadt bis in die Arena gehetzt. 825 Meter lang ist der Parcours und eine Hetzjagd dauert etwas mehr als vier Minuten. Veranstaltet wird das Spektakel im übrigen zu Ehren des Schutzheiligen von Pamplona, dem Hl. San Fermin.
Tausende von Touristen zieht dieses blutige Schauspiel jedes Jahr an. Während viele von ihnen nur Zaungäste sind, sind rund 2000 mutig genug und laufen mit. Dabei hat die Hauptstadt der spanischen autonomen Region Navarra noch viel mehr als tote Stiere und verletzte lebensmüde Touristen zu bieten. So gibt es viele sehenswerte Bauwerke und es führt ein Teilstück des bekannten Jakobswegs durch Pamplona.